ZWECK:ENTFREMDET
Wir untersuchen die Fragilität alltäglicher Räume und die Illusion ihrer ständigen Verfügbarkeit. Immer mehr Orte werden funktionalisiert, optimiert und kontrolliert. Sie folgen klaren Abläufen und verhindern, mit ihnen in Beziehung zu treten. Für die Open Art 2026 lösen wir einen Supermarktparkplatz aus seiner gewohnten Logik. Wir verschieben seine eindeutige Funktion und schaffen einen Raum zwischen Alltag und künstlerischer Erfahrung.
Wir reagieren auf die Atmosphäre des Ortes und arbeiten mit vorhandenen Objekten und architektonischen Gegebenheiten, die wir aufgreifen und erweitern. Durch gezielte Verschiebungen verändern sich Wahrnehmung, Blickrichtungen und Gewohnheiten. Der temporäre Kunstort bleibt in Bewegung und wandelt sich im Zusammenspiel von Alltag, Besucher:innen und äußeren Einflüssen. Die Installationen sind frei zugänglich.
Am Samstag, den 09.05., werden künstlerische Arbeitsprozesse öffentlich sichtbar. Konzeptionelle Eingriffe erweitern das Gesamtkunstwerk. Am Sonntag, den 10.05., wird der Parkplatz zu einem offenen Handlungsraum für partizipative und interdisziplinäre Formate. Ein KI-gestütztes Wahrnehmungslabor ermöglicht, Malerei als relationalen Prozess zu erfahren und die eigene Wahrnehmung zu untersuchen. Eine gemeinschaftlich gedeckte Tafel bildet das soziale Zentrum.
Wir schaffen Situationen, die sich nicht bestimmen lassen, für flüchtige, nicht reproduzierbare Ereignisse im Spannungsfeld von Wahrnehmung und künstlerischer Praxis.