Wenn die Freiheit nicht verfügbar ist …
Waara sollte nach Freiburg und Basel kommen, eingeladen mit der Kunstinstallation jaimitna zu CULTURESCAPES Festival 2025. Das Visum wurde ihr verweigert. Ihr Portrait in Freiburg und Basel zu sprayen und davon Fotos zu veröffentlichen, setzt sich über diese Freiheitsbeschränkung hinweg. Auch wenn sie physisch nicht reisen konnte, um den unsichtbaren Konflikt sichtbar zu machen, wird ihr Spray in Freiburg auftauchen.
Waara ist eine sahrauische Freiheitskämpferin und Aktivistin in der durch Marokko besetzten Westsahara. Wegen ihres Protests erlebt sie gravierende Menschenrechtsverletzungen. Durch die Besatzungsmacht wurde sie 19 Monate mit ihrer Schwester im Hausarrest gefangen gehalten. Trotzdem gelang es den Schwestern, auch nachdem sie eingemauert wurde, täglich auf ihr Dach durchzubrechen, um die sahrauische Flagge zu hissen. Derbeiden Schwesternsind längst ein Symbol der Widerständigkeit. Während die ursupative Macht die totale Kontrolle über Menschen anstrebt, entziehen sich Widerständigkeit mit kreativen Mitteln – Unverfügbarkeit!
Seit Jahrzehnten lebe (und künschtlere) ich in Freiburg und arbeite zur Westsahara mit regelmässigen Besuchen in den sahrauischen Flüchtlingslagern, u.a. auch mit künstlerischer Arbeit dort (artifariti).
Seit vielen Jahren arbeite ich an einer Grafiti-Serie zu Frauenportraits, (Marielle Franco, Clara Immerwahr, Maria Montessori, Rosa Luxemburg, Laila Fakouri, Camille Claudel, Astrid Lindgren, Else Liefmann, Emma Herwegh)...