Tender Touch
Tender Touch ist ein künstlerisch-forschungsorientiertes Projekt, das sich mit dem Phänomen der Berührbarkeit und der damit verbundenen Unverfügbarkeit beschäftigt.
Unser Konzept ist eine sechsstündige Langzeit-Performance im öffentlichen Raum, die Berührbarkeit als körperliche, emotionale und soziale Erfahrung untersucht.
Im Zentrum steht das Unvorhersehbare: Berührung lässt sich nicht erzwingen, planen oder reproduzieren. Ob Gras unter den Füßen am Ufer der Dreisam, die zufällige Begegnung am Platz der Alten Synagoge oder der Blickkontakt in der Universitätsbibliothek Freiburg – welche Resonanz entsteht, bleibt offen. Unsere Performance schafft Bedingungen erhöhter Wahrnehmung, ohne Ergebnisse festzuschreiben. Dass nicht alles im Leben planbar ist, wird nicht als Störung, sondern als zentrales Prinzip interpretiert. Das Konzept ist eng mit den Orten verbunden: Entlang der Dreisam steht die taktile Naturerfahrung im Fokus; am Platz der Alten Synagoge untersuchen wir Nähe und Distanz zwischen Körpern im urbanen Kontext; in der UB setzen wir mit Self-Touch einen stillen Kontrapunkt zur funktionalen Nutzung des Raumes. Die Umgebung wird zur Mitgestalterin.
Unsere künstlerische Praxis ist forschend, prozessual und möglichst nonverbal. Mit Verlangsamung, reduzierter Bewegung, Standbildern und improvisierten Bewegungen arbeiten wir situativ mit dem Körper. Intuitives Filmen mit der Handykamera macht im Nachklang die flüchtigen Erfahrungen im Stadtraum materiell erfahrbar.
- Performance
- Intervention
- Happening