Reste
Unverfügbarkeit bedeutet, ich komme an irgendwas nicht heran, kann irgend was nicht erreichen.
Generell ein Manko.
Ob es das erträumte Eigenheim ist, wofür ich nicht das nötige Geld habe,
die Leiter für die Apfelernte ist zu kurz oder man kann nicht immer jung bleiben ...
Unverfügbarkeit ist eine von außen oder von eigenen Fähigkeiten gesetzte Grenze.
Wir alle befördern aber auch bewusst den Zustand der Unverfügbarkeit.
Dinge, die wir nicht mehr besitzen wollen, weil sie uns nicht mehr gefallen, nicht mehr nützen. Reste, wovon auch immer, schieben wir gerne in die Unverfügbarkeit, hinaus aus unserer Zugriffsmöglichkeit.
Endstation meist: Mülltonne.
Mein Konzept : Reste aus unterschiedlichen eigenen Prozessen in neue Kontexte zu bringen. Jedes Objekt beginnt mit einem Gegenstand(Rest), dann kann es längere Zeit dauern, bis sich wieder ein zweiter passend findet. Kaum etwas ist wirklich planbar.
Ich arbeite mit verschiedenen Materialien: Holz, Fell, Metall, Rinden, Federn, diverse Erden und vieles andere – selten auch Plastik. Geklebt wird mit Holzleim, gefestigt mit Leim-Milch (Holzleim in Wasser gelöst).
Als Objektträger dienen Teile von ausgedienten Holz-Regalbrettern.
Nach Tagen der Verzweifelung, weil meine Objekte thematisch nicht zu irgendeiner Lokalität passten, kam die Erkenntnis, das ich in vier meiner Stücke Fahrradteile verarbeitet hatte.
Ich kontaktierte einen Fahrradladen. Der Inhaber erklärte sich sofort bereit,
meine Objekte auszustellen.
Zeiten
- durchgängig geöffnet -- Performance
- Installation
- Intervention
- Objekte
- Ausstellung