Lost Pieces
Was wäre, wenn Kunst rund um die Uhr verfügbar wäre, wäre sie dann noch ein Erlebnis?
Tatsächlich ist Kunstproduktion wie jede andere Form von Produktion grundsätzlich unüberschaubar. Was wir in Museen, Kunsthallen oder Offspaces sehen, ist das, was aus unterschiedlichen Gründen gerade Aufmerksamkeit genießt oder schon seit Langem hat.
Der weitaus größere Teil der Kunst aber ist nicht nur nicht sichtbar, sondern in aller Regel auch unverfügbar, und zwar in einem radikalen Sinn. Kunst kann verschwinden. Sei es aus politischen Gründen, Gedankenlosigkeit, dem Zeitgeist oder dem Zufall geschuldet. „Lost Pieces“ wird diese abhanden gekommenen Bilder und Objekte zurück in die Welt holen. Durch Bildbeschreibungen und Geschichten, die von ihnen erzählen, und auch von den Orten, an denen sie sich heute verbergen.
„Lost Pieces“ greift exemplarisch Kunstwerke auf, die in Freiburg öffentlich zugänglich waren und es heute nicht mehr sind. Zu jedem dieser Werke entsteht eine Textarbeit, die im öffentlichen Raum in Form von Plakaten oder Postkarten zum Mitnehmen präsentiert wird und das Werk im Akt des Lesens (und Verschickens) wieder verfügbar und somit erneut zum Teil der kollektiven Erinnerung macht. „Lost Pieces“ bietet die Möglichkeit, zum Beispiel verschollene Bilder von Rudolf Großmann und Eva Eisenlohr kennenzulernen, eine Fadeninstallation von Chiharu Shiota und eine gesunkene Schiffsskulptur im Flückigersee.
Zeiten
- durchgängig geöffnet -- Intervention
- Text
- Happening