Kunst als Resonanzraum und Fenster zur Freiheit
Das Gefängnis ist ein unverfügbarer Ort: Mauern trennen - in beide Richtungen. Die Künstlerin erforscht Resonanz und Verbindung indem sie als Außenstehende nach innen kommt und eine Brücke bildet. Von Jan.-Feb. arbeitet sie künstlerisch mit 10 Gefangenen und verwandelt dafür den Schulraum der JVA in ein Kunstatelier. Sie wird selbst eingeschlossen und erlebt Unverfügbarkeit. Gespräche über Empathie, Menschlichkeit, Würde, Freiheit & Hoffnung entstehen. Ein Raum der Selbstwirksamkeit und der Begegnung entsteht. Die Künstlerin setzt den Fokus auf das innewohnende Potential: Was bringt Sie da durch? Was hilft, um widrigen Umständen etwas entgegen zu setzen? Was gibt Zuversicht?
Nach der gemeinsamen Arbeitsphase wählen die Gefangenen Werke für die Ausstellung aus. Bis April arbeitet die Künstlerin im Atelier weiter zum Erlebten & dem eigenen Berührt-Sein. Sie verbindet die Werke der Gefangenen zu Collagen, die an den Außenmauer der JVA ausgestellt werden. Sie baut auch 2 Tierskulpturen, die im Eingangsbereich platziert werden. Diese erzählen vom Aufbäumen des organisch-lebendigen gegenüber starren, kalten Werkstoffen wie Metall & Beton, die den Ort Gefängnis prägen.
Als Brücke zur Gesellschaft stellt die Künstlerin einen Briefkasten auf. Besucher:innen der Ausstellung sind eingeladen, ihre Resonanz über diesen Briefkasten zu teilen. Die Künstlerin wird am Ende der Ausstellung die erhaltenen Rückmeldungen &Fotos von der Ausstellung an die mitwirkenden Gefangenen überbringen.
Zeiten
- durchgängig geöffnet -- Performance
- Installation
- Intervention
- Partizipativ
- Collage
- Ausstellung