HUMANIAC
Meine Installation realisiert eine figürliche Gestalt, welche von einer Brücke in die Dreisam hinunter hängt und durch die Strömung des Wassers ständig in Bewegung ist, also den Fluss als Bewegungselement mit einbezieht. Der Ort ist eine nüchterne Eisenbahnbrücke über den seit 1842 kanalisierten Fluss. Als Material für meine Installation ist Milchkarton vorgesehen, welcher stabil und sehr wasser-
und witterungsbeständig ist und höchsten Lebensmittelstandards entspricht.
Ein für mich evidenter Bezugspunkt ist das Leben von, mit, am Wasser. Wasser steht hier offensichtlich für die Natur als Ganzes. Natur wird zerstört, kann aber auch selber zerstören oder verstummen. Wasser hat für mich viele Gesichter: diesen schleichenden Charakter von Zurückziehen und
Verschwinden oder auch brutal und intensiv bis hin zu gewaltig oder überwältigend.
Meine Arbeit zielt auf den unabdingbaren Zusammenhang zwischen der Ressource Wasser und Leben/Handeln der Menschen ab.
Als künstlerische Praxis gehe ich gerne mit der Natur in Kontakt und lasse mich inspirieren. Wichtig für mich ist ein Zusammenklang und nicht ein rein konzeptionellen Ansatz zu verfolgen. Heißt eine gewisse Offenheit für Spontanität und Unvorhergesehenes im Prozess zu bewahren. Auch bezüglich der Materialität geht es mir um Beweglichkeit und einer gewissen Balance. Also passt das Material wirklich zu meiner Idee und passt es schlussendlich auch in den Kontext der Natur.