D’wilde Lüt sind in d’r Gass!
Mit "D'wilde Lüt..." möchten wir das regionale Brauchtum rund um die Fasnet künstlerisch aufgreifen und dabei den gestalterischen und gemeinschaftlichen Aspekt ins Zentrum stellen. Gemeinsam mit einer Gruppe interessierter Menschen gestalten wir Kostüme (und evtl. Instrumenten) aus wiederverwendeten Materialien. Diese beziehen wir teilweise vom re:purpose collective, einem material hub für Rest- und Gebrauchtmaterialien in Freiburg. Dort werden unsere Treffen sowie die Abschlussveranstaltung stattfinden: was genau präsentiert wird, lassen wir bewusst offen - der gemeinschaftliche und partizipative Gestaltungsprozess steht für uns im Mittelpunkt.
Die Verwendung vorhanderer Ressourcen knüpft an den Ursprüngen der Fasnet-Tradition an. Die typischen Kostüme, die „wilde Leute“ / „wilde Männer“ (mystische Wald-Wesen) darstellten, wurden aus vorhandenen Materialien (Stroh, Moos etc.) hergestellt.
Mit der Nutzung von Materialresten, Verpackungen etc. möchten wir diese Art der Kostüme in die heutige Zeit übersetzen. Wir beziehen uns dabei auch auf den alternativen „Carnaval Sauvage“- Umzug in Brüssel. Die Teilnehmenden tragen dabei selbstgemachte Kostüme aus alltäglichen Materialien, deren Ästhetik an „wilde Leute“ erinnert. Die Beschränkung auf vorhandene Materialien sehen wir als gestalterische Herausforderung: In einer Zeit knapper werdender Ressourcen ist es essentiell, mit den verfügbaren Ressourcen kreativ umzugehen und auf das Unverfügbare verzichten zu können.
- Partizipativ
- Kostüm
- Intervention
- Happening