Zum Inhalt springen

Bliss

Im Zentrum der Garten-Parzelle 912 steht eine überlebensgroße Objektkollage aus Alltags- und Fundstücken. An sonnigen Tagen krönt sie eine leise vor sich hinblubbernde, zart glitzernde Wasserfontäne.


Zaungäste sind täglich willkommen. Hin und wieder wird der Garten für Besucher*innen geöffnet.

Eine blaue Regentonne. Paletten. verrottendes Holz. Ausgebleichte Farben. Wasser, das alles zusammenhält wie Klebstoff. Nichts ist neutral. Alles schreit leise: Ich war schon woanders. Ich hatte ein Leben. Jetzt bin ich hier. Jetzt spiele ich diese Rolle.


Kein Idylle. Eher schon Hinterhof, mit halb geöffneten Toren, Gespräche, die abbrechen, wenn jemand zu nah kommt. Dieser Schrebergarten ist (k)ein Zufluchtsort. Er ist eine Bühne. Hinter Hecken liegen Geschichten. Kleine Allianzen. Kleine Fluchten. Kleine Geheimnisse. Pflanzen sind Tarnung. Farben sind Codes. Schatten sind Verstecke. 
Der Brunnen wird Magnet. Er zieht Blicke an, sammelt Gerüchte, verteilt Aufmerksamkeit. Von draußen bin ich Voyeurin. Von drinnen bin ich Teil des Spiels. Ich sehe und werde gesehen. Ich beobachte und werde beobachtet. Keine sichere Position.


BLISS will nichts erklären. Die Arbeit öffnet den Raum wie eine offene Szene.

Alles ist da: Nähe, Kontrolle, Begehren, Rückzug, Langeweile, Neugier, Wonne.


Dieser Garten nicht blos ein romantischer Ort. Er ist ein zeitgenössischer Lustgarten unter Dauerbeobachtung. Fragil. Aufgeladen. Provisorisch. Immer kurz davor, sich zu verändern.

Zeiten

- durchgängig geöffnet -
Projektkategorie
  • Installation
  • Performance
  • Intervention
  • Objekte
  • Collage
Performanceform
  • Ausstellung