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Biciclette Metamorphosen

Im Caffé Bicicletta in der Wiehre dreht sich meist alles um den perfekten Lauf, die Technik und die Freiheit auf zwei Rädern. Doch zur OpenArt 2026 lenke ich den Blick auf das, was wir normalerweise aussortieren.

In meiner Arbeit suche ich den Moment, in dem die Kontrolle endet und das Wesen beginnt. Ein Fahrrad ist ein verfügbares Objekt – wir nutzen und optimieren es. Doch was geschieht, wenn diese Verfügbarkeit bricht?

Die Alchemie des Stillstands

Ich arbeite mit dem, was übrig bleibt: Fahrradschrott als Zeugnis des Stillstands. In meinem Atelier vollziehen verbogene Rahmen, gelängte Ketten und stumpfe Ritzel eine Metamorphose. Durch Feuer und Schweißen entziehe ich das Metall seinem Nutzen und verwandle die archaische Kraft des Stahls in eine bleibende Präsenz.

Daraus entstehen Skulpturen mit Eigenleben. Sie hängen im Schaufenster oder stehen in den Ecken des Cafés und beobachten uns beim Espresso. Man kann sie nicht mehr fahren oder reparieren – und genau darin liegt ihre Stärke. Als Antwort auf das Leitmotiv der „Unverfügbarkeit“ sind sie statisch, eigenwillig und sperrig. Sie dienen uns nicht mehr als Werkzeug, sondern begegnen uns als Gegenüber.

Meine Arbeiten sind ein Widerstand gegen die Wegwerfkultur. Sie erzählen von der Schönheit des Kaputten und dem starken Charakter im vermeintlich Wertlosen. Schaut genau hin: Vielleicht erkennt Ihr ein Teil Eures alten Rades wieder – in einem Geschöpf mit ganz eigenem Eigensinn.

Zeiten

05.05. - 08.05.
08:30 - 18:00 Uhr
09.05.
10:00 - 16:00 Uhr
12.05. - 15.05.
08:30 - 18:00 Uhr
16.05.
10:00 - 16:00 Uhr
Projektkategorie
  • Skulptur
Performanceform
  • Ausstellung