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allesimfluss

Die Performance in der Dreisam entzieht sich der konkreten Planung, so wie sich das Wasser dem Griff der Hand entzieht. Der Ort ist – fließend, offen, wandelbar – bestimmt mit, was geschieht. Jede Bewegung, jeder Klang, jedes Licht, jedes Material ist Teil des Geschehens, das sich nicht wiederholen lässt.

Natur, Fluss, Brücke und Stadt lässt Kunst für einen Moment im Hier und Jetzt entstehen. Diese Form der Kunst ist nicht festzuhalten und entzieht sich der Reproduzierbarkeit.

Die Dreisam, der lebendige Strom mitten in Freiburg, steht als Symbol für Fließen, Veränderung und Unverfügbarkeit. Am Wasser gleicht kein Moment dem anderen – das Licht, die Spiegelung, der Wind, die Geräusche.

Kunst im Stadtbild ist ein Versuch, das Flüchtige einzufangen und das vermeintlich Unsichtbare sichtbar zu machen. Bei der Performance an einem Ort wie der Dreisam wird spürbar, dass das Wesentliche nicht verfügbar ist. Der Augenblick gehört denjenigen, die anwesend sind – und verschwindet im selben Augenblick. Es bleibt keine Spur außer die der Erinnerung.

In einer Zeit, in der fast alles dokumentiert, gespeichert und geteilt wird, widersetzt sich unsere künstlerische Geste der Logik der Verfügbarkeit. Sie existiert nur im Moment, im Mehrklang von Natur, Künstler*innen und Betrachter*innen.

Die Performance an der Dreisam ist kein fertiges Werk, sie ist ein spontanes, offenes prozessorientiertes Ereignis – flüchtig wie das Wasser selbst.

Zeiten

16.05.
17:00 - 18:00 Uhr
17.05.
17:00 - 18:00 Uhr
Projektkategorie
  • Performance
  • Installation
  • Intervention
Performanceform
  • Happening